#Anthropozän

Dass die Menschheit das Klima bereits verändert hat, ist ein messbarer Fakt. Es ging vor ungefähr zweihundert Jahren ganz langsam los. Über zweihundert Jahre lang wurde erst Kohle und dann Erdöl verbrannt – diese wunderbaren Energiespeicher aus den Wäldern der Warmzeiten – die vor Millionen von Jahren untergegangen sind.
Diese Anlaufzeit von über zweihundert Jahren hat eine gewisse Wucht aufgebaut – eine Masse, die sich in Bewegung übersetzt hat. Ich denke, es ist nicht ganz klar, wieviel Masse hinter dieser Bewegung steckt, und wie sich diese Bewegung auf das Klima der Erde auswirken wird.
Das Klima der Erde ist ein hochkomplexes System, bzw. ein Durcheinander von Systemen, die sich untereinander stabilisieren und irritieren und so irgendwie ein halbwegs geregeltes Miteinander schaffen.
Wenn Sie ihre Hand in ein Glas Wasser mit angenehmer Temperatur halten und dieses Wasser ganz, ganz langsam erhitzt wird. Und wenn Sie nebenbei etwas Interessantes im Fernsehen sehen. Dann werden Sie irgendwann eine gekochte Hand ihr eigen nennen, und Sie hätten nichts davon bemerkt.
Wie würden Sie reagieren, wenn Sie endlich bemerkt hätten, dass ihre rechte Hand gekocht wäre?
Ich stelle mir das einigermaßen erschütternd vor. Das könnte nicht rückgängig gemacht werden! – und etwas in mir würde im Chaos versinken.
Ein System ist eine Art von Ordnung, die ins Chaos abgleiten kann.
Im Chaos ist jede Ordnung und jede Macht verloren – Regeln gelten nicht mehr.
Klima Chaos zu erleben, würde unendliches Leid für viele, viele Menschen bedeuten.
Nach dem Chaos wird irgendwann dann eine neue Ordnung entstehen.
Ganz von selbst und irgendwie …

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